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Freddie Mercury - die Erinnerung lebt

 

 

Ausstellung in Wesel über die Gruppe "Queen"/Operndiva Montserrat Caballé eingeladen

WESEL (RP). Vor zehn Jahren starb Freddie Mercury: am 24. November 1991. Für seine Fans ist er unsterblich. Der Sänger lebt weiter in den Songs der britischen Popgruppe "Queen", deren unverwechselbare Stimme er war. "Keep yourself alive" ("Halte dich am Leben") hieß 1973 "Queens" erste Platte. Diesen Titel wird vom 26. August bis 30. September im Weseler "Centrum" eine Ausstellung über die Band und ihren Frontmann tragen.

Der Erlös geht an die Aidshilfe Duisburg / Wesel. Mercury erlag mit 45 der Immunschwäche. Die Idee zu der Gedenkschau hatte Hans-Joachim Zache, Leiter des Schulamtes. Er und seine Mitstreiterinnen Birgit Paff und Sylvester Thiel hoffen, dass Freddie doch noch kommt: als Wachspuppe.

"Wir haben im Wachsfiguren-Kabinett von Madame Tussaud in Amsterdam angefragt, aber bisher keine Zusage", sagt Zache. Das entsprechende Museum in London habe seine Mercury-Figur hingegen sofort hergeben wollen, das scheiterte an den Transportkosten von 10 000 Mark.

Freddies Eltern

Die Organisatoren haben ein zweites Eisen im Feuer: Vielleicht kommt die Operndiva Montserrat Caballe nach Wesel. Sie sang mit Mercury den Welthit "Barcelona" und enthüllte in Montreux am Genfer See, wo die Band in einem Studio mehrere Platten aufnahm, eine Bronzestatue zu Ehren des Sängers. Eine Einladung an Caballe ist unterwegs, eine Antwort steht aus. Nicht dabei sein werden Mercurys Eltern. Die Mutter hat in einem handschriftlichen Brief aus Nottingham für die Einladung gedankt und abgesagt.

Freddie Mercury hieß eigentlich Farrokh Bulsara. Er wurde 1946 als Sohn eines britischen Beamten auf Sansibar geboren und ging in Indien zur Schule. 1964 zog die Famile nach England. Schon als Kind, weiß Zache zu berichten, habe Freddie gesagt: "Ich werde kein Star. Ich werde ein Superstar." Sein Kapital war seine Stimme, die über drei Oktaven ging.

Markantes äußeres Merkmal des Sängers waren vorstehende Schneidezähne. Er hätte zwar das Geld gehabt, das korrigieren zu lassen, aber nicht die Zeit dazu, zitiert Zache aus Mercurys Erinnerungen. Der Popstar scheute sich zudem vor dem Eingriff, weil er Angst um seine Stimme hatte. Auf der Bühne ging Mercury aus sich heraus, trat mit nacktem Oberkörper ebenso auf wie in einem Königsmantel samt Krone. Privat hingegen sei der Star zurückhaltend, beinahe schüchtern gewesen, so Zache.

QUEEN Tribute

Mercurys Stimme begleitet den 45-Jährigen seit 30 Jahren. Er ist Mitglied im englischen "Queen"-Fanclub und
verbindet mit Songs der Band "Momente, in denen ich mich wohl fühlte". In einer Mischung aus Hardrock und leisen Tönen entstanden Hits für die Ewigkeit: "Bohemian Rhapsody", "We will rock you" oder "We are the champions". Nach einem Konzert des ehemaligen "Queen"-Gitar- risten Brian May kam Zache die Idee zu der Ausstellung.

Das war 1998. Vor allem übers Internet nahm er Kontakt zu Fans in mehreren Ländern auf und bat sie, ihre Sammlerstücke zur Verfügung zu stellen. 18 machen mit - aus Deutschland, Österreich, Holland und der Schweiz. Inzwischen hat Zache tatkräftige Hilfe: Birgit Paff (39, in Wesel geboren) entwarf eine Internetseite für das Projekt, Sylvester Thiel (36, in Wesel zu Hause) erstellt den Ausstellungskatalog (kommt im August).

Alle drei seien eingefleischte "Queen"-Fans, sagt Zache. "Aber nicht so wild, dass wir uns wie Freddie verkleiden." Wenn doch, dann müssten es die gelbe Schnallenjacke und die weiße Hose mit den roten Streifen sein, sagt Zache. Diese Kleidung trägt die Amsterdamer Wachsfigur von Freddie Mercury. "Keep yourself alive" - die Erinnerung lebt.

Nähere Infos zur Ausstellung im Internet: www.queen-tribute.com.

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